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indology@dkprintworld.com |
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| Book Details |

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| A Forest Tribe of Borneo |
| Resource Use Among the Dayak Benuaq |
| Author Name |
: |
Christian Gonner, |
| Foreword By |
: |
Klaus Seeland and Franz Schmithusen |
| Binding |
: |
Hardbound |
| 10 Digit ISBN |
: |
8124601933 |
| 13 Digit ISBN |
: |
9788124601938 |
| Series Name |
: |
Man and Forest Series |
| Series Number |
: |
3 |
| Edition |
: |
1st edition |
| Year |
: |
2002 |
| Pages |
: |
xxvi, 366 p. |
| Bibliographic Details |
: |
40 Colour illustrations; Appendices; Glossary; Bibliography; Index |
| Size |
: |
23 cm |
| Weight (approx.) |
: |
800 gm |
| Price |
: |
$ 32 |
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| About The Book |
Here is the third volume in the series Man and Forest: a series trying to highlight the relevance of 'indigenous knowledge' of various tribal communities in the sustainable management of forests/local resources against the growing challenges of environmental hazards and a declining resource base.
The volume takes the reader to the Dayak Benuaq village of Lempunah in Borneo (East Kalimantan, Indonesia) where, for over three hundred years, the local tribal population has made extensive use of its forest resources. More than a hundred locally-differentiated rice varieties and 150 other crops are cultivated over a mosaic forest of 9,200 ha. Besides maintaining a high level of bio-diversity, Lempunah villagers are managing an enormous reservoir of flora and fauna for their extended subsistence economy, including trade with various forest products over long distances. Market fluctuations and other uncertainties here are coped with by resource diversification and a high dynamic flexibility in switching between the use of resources.
Together with vivid descriptions, Christian Gonner offers an insightful analysis of local resource use patterns, covering swidden agriculture, mixed forest gardens, rattan gardens, rubber gardens, and the non-cultivated forest 'in-between' and temporal and spatial aspects of life in Lempunah. Christian Gonner has, for this study, applied ethnological, ecological, and geographical field-research methods.
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| Book Contents |
Foreword
Acknowledgements
Summary
Indonesian summary (Ringkasan)
Abbreviations
List of Illustrations
1. Research Context, Theoretical Frame and Methodology
Research Context
Theoretical Frame
The Ecosystem Concept -- The Application of the Ecosystem Concept -- The Ecosystem Concept in Anthropology -- The Reification Problem: Is the Ecosystem an Acting Entity? -- The Problem of Self-Regulation and Change -- The Problem of Units and Boundaries -- The Explanatory Problem -- Causal Nets -- Closing Remarks
Field Approach and Data Analysis
Methodology
Mapping of Swiddens and Forest Gardens -- Household Interviews and Socio-Economic Survey
2. Research Area and Ethnography
Research Area
Ethnography of the Benuaq
Ethnicity -- The Benuaq: History, Settlement Area and Language -- Social Stratification and Status -- Kinship and Marriage -- Households and Other Social Groups -- Traditional Adat Law and Land Tenure -- Cosmovision -- The Benuaq-Pantheon -- Rituals
Lempunah -- The Village, The People and Relevant Events
Description of Lempunah -- Chronology of Events in Lempunah
3. Description and Analysis of Resource Use
Land Use Categories and Succession Cycles
Swidden Agriculture
Decision-Making Processes before Establishing a Swidden -- Working Steps during the Swidden Cycle -- Yield and Rice supply -- Closing Remarks
Simpukng Forest Gardens
Rattan Gardens
Rattan Cultivation in Lempunah -- Processing Steps, Value-Added and Price Development -- The Rattan Crisis 1989-98
Rubber Gardens
Functions of the Forest 'in-between'
General Aspects -- Food From the Forest -- Traded Animals and Pets -- Construction Material -- Forest Medicine -- Other Useful Resources from the Forest
4. Socio-Economy, Patterns and Strategies of Resource Use
Socio-Economy
Extended Subsistence -- Income Sources -- Expenses
Patterns of Resource Use
Temporal Patterns -- Spatial Patterns
General Strategies of Resource Use
Manipulation of the Environment -- Conservation of Resources -- Temporal Fitting, Self-Dynamics and Flexible Response -- Diversification and Risk Minimisation -- Socially and Religiously -- Embedded Strategies
Closing Remarks
5. Conclusions
Prospects for Resource Use in Lempunah
Final Reflections
Annex- 1: Benuaq Word List
Annex- 2: Extracted Plants
Annex- 3: Cultivated Plants
Annex- 4: Bird Species
Annex- 5: Mammal Species
Annex- 6: Reptile and Fish Species
Glossary
Visuals
Bibliography
Index
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| Reviews |
| Comment By |
Christian Kuchli |
| Appeared in |
Swiss Forestry Journal, Vol. 156, January 2005 |
| Review |
Die Benuaq aus Lempunah in Ost-Kalimantan sind ethnisch eine Untergruppe der Dayak. Dayak ist eine Sammelbezeichnung ür die indigene Bevolkerung Borneos. In Lempunah wird das bewaldete Gebiet um das Dorf seit mindestens drei Jahrhunderten genutzt. Die Walder bestehen aus Hundertan von Waidgarten (forest gardens), die rund 9200 ha einnehmen und von den 350 Einwohnern Lempunahs mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet werden. Je nachdem dominieren in diesen Waldgarten Kautschukbaume, Rattan-Lianen oder Fruchtbaume. Die Wa’dgarten entstehen auf Rodungsflachen, welche zum Anbau von Trockenreis gerodet und nach einigen Ernten aufgegeben werden. Je nach Bedürfnic der lokalen Bevolkerung oder der regionalen Markte werden die Rodungs-flachen anschiessend mit bestimmten Kulturpflanzen angereichert. Stets enthalten sie aber auch Pflanzen des Naturwaldes und entwickein sich mit der Zeit zu Sekundarwaldern, in denen die Naturarten wieder dominieren — bis der Zyklus mit der Rodung zum Anbau von Trockenreis wiederum beginnt. Die Benuaq unterscheiden uber 100 lokale Reissorten und kultivieren rund 150 verschiedene Fruchte, Gemuse und andere Nutz-pflanzen. Zusatzlich nutzen sie rund 500 wild lebende Pflanzen und Tierarten, welche nach wie vor in den Waldgarten oder Sekundarwaldern leben.
Das Beispiel von Lempunah dokumentiert eine Erkenntnis, die sich unter Forstleuten und Naturwissenschaftern allmahlich zu etabilieren beginnt: Viele Regenwaldgeblete entsprechen nicht dem romantischen Konzept Urwald sondern erweisen sich bei naherer Batrachtung als Kulturlandschaften mit einer langen Nutzungsgeschichte. Selbst urwaldartige Waldstucke seien wahrschein lich einst in diese Zyklen einbezogen gewesen und vor diesem Hintergrund sei es nicht angebracht, Natur von Kulturlandschaft zu unterscheiden, meint der Autor, Er legt Wert darauf, dass in Lempunah nicht shifting cultivation durch eine umherziehende Bevolkerung betrieben werde, sondern cyclical cultivation, indem die Bewirtschaftund stets vom Dorf aus erfolgte, das sich seit langer Zeit praktisch am selben Ort befindet.
In einem theoretischen kapitel über Forschungskontext und Methodologie zeigt der Autor, dass die Anthropologie in den 1930er Jahren Waldbewohner noch als besonders einflussreichen biotischen Faktor wahrnimmt. In dem unter Führung von Eugene Odum in den 1950er Jahren entwickelten Okosystem-Ansatz mit dem Fokus auf die Stoff und Energiestrome scheint dieses Bewusstsein etwas in den Hintergrund zu treten. Erst in den 1980er Jahren rücken die umfassenden Studien über ländliche Gemeinschaften und ihren Einfluss auf die Okosysteme — beispielsweise jene von Netting über das Walliser Dorf Torbel (Netting, R. 1981: Balancing on an Apl. Ecological Change and Continuity in a Swiss Mountain Community. Cambridge. Cambridge University Press, 278 p.) — den Einfluss der Menschen auf die natürlichen Okosysteme wieder in den Vordergrund.
Auf eine detaillierte Beschreibung der Ethnographie der Benuaq mit der sozialen Schichtung, Weltsicht, Gotterwelt und dem traditionellen Recht (adat) folgt eine detaillierte Beschreibung des Brandrodungsbaus des Benuaq und der Bewirtschaftung der Waldgarten. Adat, das mündlich überlieferte Recht gibt klare Definitionen der Eigentums und Nutzungsrechte an Boden und Pflanzen. Ein Waldgarten beispielsweise gehort jener Person, welche den Wald an dieser stelle als erste gerodet hat. Der Waldgarten geht zu gleichen Teilen an die Nachkommen über, auch an jene, welche das Dorf verlassen. Falls hutan bebas — nicht mit Rechten belegter Wald — beansprucht wird, ist der Chef des Dorfes zu informieren. Etablieren andere Familien Waldgärten auf aufgelassenen Flächen, steht ihnen die Nutzung, nicht jedoch das Eigentum an Boden zu, welches in der Familie des Erstroders verbleibt. Als 1997 eine Firma auf Boden Lempunahs rund 17000 ha ehemalige Waldgärten rodete, um Olpalm plantagen anzulegen, wurden lediglich die Nutzungsberechtigten, nicht jedoch die Eigentümer des Bodens abgegolten, was zu Spannungen im Dorf geführt hat.
Ein weiterer Teil beschreibt die Muster und Strategien der Ressourcennutzung und ihre sozio-ökonomische Bedeutung. Die wesentlichen livelihood strategies beruhen auf drei Prinzipien: Subsistenz zur Nahrungs-sicherung, flexibler Nutzung durch eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten und Produkten und dem Zunutze machen der Wald-dynamik. Dabei sind die hohe individuelle Entscheidungsfreiheit und die Vielfalt der Nutzungsoptionen von besonderer Bedeutung, um Unvorherzusehendem wie Preisfluktuationen oder Kalamitäten zu begegnen und die Risiken zu minimieren. Die Voraussetzungen für eine derart resiliente Wirt-schaftsweise ortet der Autor in der lokalen und individuellen Selbstbestimmung, in sicheren Land und Ressourcenrechten, in der Aufrechterhaltung einer hohen Arten und Sortenvielfalt und schliesslich in einem verlässlichen sozialen und religiösen Zusammenhalt, den die Gemeinschaft in Lempunah bietet. Folgerungen in Bezug auf die Ressour-cennutzung und ethnografische Fragen sowir einen eindrücklichen Bildteil runden das Buch ab.
Das Werk von Christian Gönner ist nicht nur aus ethnologischer, sondern auch aus Sicht der internationalen Waldpolitik von grossem interesse. Armutsbekämpfung sowie die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ressource Wald wird nur möglich sein, wenn es gelingt, die lokalen Bedürfnisse Zu befriedigen. Dabei sind zwei Stossrichtungen zentral: Erstens ist die lokale Ebene mittels Klarung der Nutzungs und Eigentumsrechte sowie durch Optimierung des Zusammen-spiels der verschiedenen Gouvernanz-Ebenen zu stärken. Zweitens sind die globalen Interessen im Bereich Klima, Biodiversität sowie Wasser, bzw, die entsprechenden instrumente, aufeinander abzustimmen und insbesondere auch auf die lokale Ebene auszurichten. Gönner zeigt eindrücklich, welches grosse Wissen um die Bewirtschaftung der Ressource Wald lokal verhanden ist. Zudem erscheint der Mensch hier in seltener Deutlichkeit als integrierender dynamischer Bestandteil der Diversität, welche diesen Lebensraum gegenwärtig auszeichnet: Biodiversität auch als Produkt menschlicher Kulturtätigkeit. |
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